Veranstaltungen


Deutsche Archäologen berichten aus der Arbeit des Deutschen Archäologischen Instituts ( DAI )

Bonner Vorträge

im Wissenschaftszentrum Bonn
Ahrstr. 45
53175 Bonn - Bad Godesberg
Tel.: 0228 - 30 22 64
www.wzbonn.de

Eintritt frei

Die nächsten Bonner Vorträge:

Dienstag, 15. November 2011, 19 Uhr
Prof. Dr. Friederike Fless (Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin)
Roms Grenzen

Der Titel des Vortrags "Roms Grenzen" mag ganz unterschiedliche Assoziationen wecken. Zum einen kommen die Außengrenzen des Imperium Romanum in den Sinn, wie sie z.B. in gängigen Schulatlanten eingezeichnet oder durch Rekonstruktionszeichnungen des Limes präsent sind.

Zum anderen lässt der Titel "Roms Grenzen" an die Grenzen der Stadt Rom denken, deren Wahrnehmung wesentlich durch die im 3. Jh. n. Chr. errichtete Aurelianische Stadtmauer geprägt ist. Diese einflussreichen Bilder sollen in dem Vortrag kritisch hinterfragt werden. Was begrenzte die Stadt Rom vor der Aurelianischen Stadtmauer?

Und gab es an den Außengrenzen des Imperium Romanum andere Formen, durch die Rom sein Territorium definierte?

Dabei soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Rom allein lineare Formen befestigter Grenzen kannte und Raum über äußere Grenzen definierte oder auch Formen konkurrierender Grenzen, extraterritorialer Präsenz und unscharfer Grenzen bzw. Grenzräume ausgebildet hat.

www.topoi.org



Berliner Vorträge

im Auswärtigen Amt, Besucherzentrum
Werderscher Markt 1
10117 Berlin - Mitte

Eintritt frei

Die nächsten Berliner Vorträge:

Mittwoch, 23. November 2011, 18 Uhr
Dr. Philipp von Rummel (Abt. Rom)
Simitthus (Chimtou): Archäologische Forschungen in Tunesien zwischen Geschichte und Gegenwart

Das antike Simitthus, heute Chimtou, liegt im Nordwesten Tunesiens nahe der algerischen Grenze im fruchtbaren Tal der Medjerda. Zwischen dem Fluß und drei markanten Erhebungen entstand an einer wichtigen Wegekreuzung und einem Flussübergang seit der Mitte des 1. Jts. v. Chr. eine Siedlung. Unter römischer Herrschaft wurde der direkt neben der Stadt anstehende berühmte gelbe Marmor von Chimtou (giallo antico) intensiv abgebaut. Einer in der Hohen Kaiserzeit prosperierenden Stadt folgen eine Blütezeit unter den Severern und eine spätrömische Phase, die über die vandalische und byzantinische Zeit ins arabische Mittelalter überleitet. Die jüngsten großflächigen Siedlungsstrukturen stammen aus aghlabidischer und fatimidischer Zeit, also dem 9. und 10. Jh. n. Chr. Die Abteilung Rom des DAI ist seit 1965 in Chimtou tätig. Der Vortrag gibt einen Einblick in die aktuellen deutsch-tunesischen Forschungen in Chimtou sowie auf die Perspektiven archäologisch-historischer Arbeit in Tunesien nach dem politischen Umsturz des Frühjahrs 2011.



Achsnagel aus dem Oppdium Manching. Foto: RGK
Achsnagel aus dem Oppidum von Manching. Foto: RGK
Rekonstruktion des Osttores. (c) RGK
Rekonstruktion des Osttores. (c) RGK
Internationale Wissenschaftler bei der Arbeit. Foto: DAI
Internationale Wissenschaftler bei der Arbeit. Foto: DAI
Landschaft bei Chimtou. Foto: DAI
Landschaft bei Chimtou. Foto: DAI




Aktualisiert: 07.09.2011 | Copyright 2008-2011 Gesellschaft der Freunde des Deutschen Archäologischen Instituts | Impressum