Ă„thiopien (7.-19.10.2019)

Archäologische Exkursion zu den Kulturstädten Äthiopiens vom 7. bis 19.10.2019

( 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer )

Nach dem Nonstop – Flug von Frankfurt nach Addis Abeba lernten wir am nächsten Tag zunächst vom Bus aus die Stadt kennen, wurden dann in der Deutschen Botschaft durch die Botschafterin Frau Brita Wagener empfangen und ĂĽber das Land und seine Beziehungen zu Deutschland informiert. 

Wir besuchten das National – Museum und lernten dort Lucy kennen, d.h. das Skelett der berĂĽhmten Australopithecus – Frau ( Mittagessen im nahen Restaurant „Lucy“! ). Von Addis Abeba aus flogen wir am dritten Tag nach Bahir Dar am Tana – See, den wir dann per Boot ĂĽberquerten, wobei wir mehrere Stops an alten farbenprächtigen  Insel – Klöstern und ihren  Kirchen einlegten. 

Die Bootstour endete in Gondar, einer alten Kaiserstadt, wo wir die Paläste und Kirchen sowie die Wasserburg des Fasilides kennen lernten. Von Gonda aus fuhren wir per Bus nach Lalibela mit seinen zahlreiche aus dem Fels heraus gearbeiteten Kirchen, ein ganz auĂźergewöhnlicher Eindruck. 

Vom nächsten Standort Mekele aus besuchten wir die wichtige Felsenkirche aber Atsbeha, um die herum ein groĂźes Fest stattfand, und wo wir einen Eindruck von der groĂźen Frömmigkeit der heutigen Ă„thiopier gewannen, sowie Ausgrabungsstätte und Museum von Wuqro, an dem das Deutsche Archäologische Institut maĂźgeblich beteiligt ist. 

An der nächsten Station Aksum nahm uns die dortige DAI – Archäologin Frau Dr. Sarah Japp in Empfang und fĂĽhrte uns durch das Areal der berĂĽhmten Stelen, weitere archäologische Ausgrabungsstätten und das zugehörige Museum . Im nahen Yeha fĂĽhrten uns Frau D. Japp und ihr Mitarbeiter Herr Mike Schnelle ( Architekt und Bau – Archäologe ) durch die dortigen archäologischen Ausgrabungen. AuĂźerdem sahen wir ein lokales Projekt zur lokalen Wasser- und Stromversorgung, das uns sehr beeindruckt hat und wo wir mit einer traditionellen Kaffeezeremonie begrĂĽĂźt wurden. 

Nach einem etwas zu touristischen groĂźen Abendessen in einem entsprechenden Restaurant flogen wir am 19. Oktober 2019 zurĂĽck nach Frankfurt. 

Bis auf die Gegend um den Tana – See haben wir uns vorwiegend in Höhen ĂĽber 2000 m aufgehalten.

Während unseres Aufenthaltes erlebten  wir die Freude der Äthiopier über die Verleihung des Friedensnobelpreises ( für seine Aussöhnung mit dem Nachbarland Eritrea ) an Premierminister Abiy Ahmed mit. Von dem Bürgerkrieg, der bald danach im Lande ausbrach, war nichts zu spüren.

Hartmut Wiegand