Geschichte des DAI

Geschichte des Deutschen Archäologischen Instituts

Am 21. April 1829 gründete in Rom ein Freundeskreis aus Gelehrten, Künstlern und Diplomaten das „Instituto di corrispondenza archeologica“, um die Denkmäler der antiken Kunst, der Epigraphik und der Topographie bekannt zu machen und zu erforschen. Damit wurde der Grundstein für das spätere Deutsche Archäologische Institut, eine der ältesten deutschen Forschungseinrichtungen, gelegt. 

Mit der feierlichen Eröffnung der Abteilung in Athen beginnt 1874 die Reihe der Gründungen von Abteilungen und Kommissionen, die heute die Arbeit des DAI weltweit prägen: 1902 die Römisch-Germanische Kommission in Frankfurt am Main, 1929 die Abteilungen Istanbul und Kairo, 1943 die Abteilung Madrid, 1967 die Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik in München, 1979 die Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen in Bonn, 1995 die Eurasien-Abteilung und als Zentrum der Forschungen in Vorderasien die Orient-Abteilung 1996.

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Das Deutsche Archäologische Institut kam als Geschenk in die Welt. Privatgelehrte, Diplomaten, Künstler und Antikenbegeisterte aus zahlreichen Ländern kamen in Rom zusammen, um die Denkmäler der Antike zu erforschen. Das „Geschenk“ nahm einen unerwarteten Aufstieg,  vergrößerte sich und erhielt bald die königliche Gabe der öffentlichen Förderung in Preußen, ab 1874 war es kaiserliche Einrichtung, die dem Auswärtigen Amt zugeordnet war. Das DAI ist also seit jeher ein Forschungsinstitut, das auf der Grundlage der Entscheidungen des Bundestages im Wesentlichen durch die öffentliche Hand finanziert wird. Entsprechend ist es seine Verpflichtung, seine Aufgaben nach bestem Vermögen zu erfüllen und Rechenschaft abzulegen über sein Tun. 

Zu dieser Verpflichtung gehört es auch, zu berichten über das unermüdliche Engagement von Stiftungen, Freundeskreisen und Privatpersonen, ohne die heute keine wissenschaftliche Arbeit mehr denkbar ist.

Dies zu tun, ist der Zweck dieser Sonderausgabe von „Archäologie Weltweit“. Sie kann keine auf Vollständigkeit abzielende Gesamtdokumentation sein. Vielmehr soll sie einen Einblick in die Geschichte privaten Engagements und möglicher Formen von Public-private-Partnership geben, dem Antikenkundigen auch bekannt als Euergetismus oder in etwas anderer Form – Mäzenatentum.

Der Zweck dieser Sonderausgabe ist es aber vor allem, Stiftungen und Stiftern, Freundeskreisen und Einzelpersonen zu danken für ihre unschätzbar wertvolle Unterstützung. Leider reicht der Platz nicht, alle diejenigen zu nennen, die das DAI seit seinen Anfängen im 19.Jahrhundert unterstützt haben. Dieses Heft soll aber darüber hinaus auch zeigen, dass Archäologie ein Feld ist, das sehr viele Facetten hat, die man unterstützen kann.

Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Fless